Wo ist mein Geist?

Vortrag von Prof. Dr. Tobias Schlicht am Donnerstag, dem 19. April 2018, um 18.30 Uhr im Raum 1010

Schon seit der Antike, aber spätestens seit René Descartes im 17. Jahrhundert mit dem Satz „Ich denke, also bin ich“ die Gewissheit über die Existenz unseres eigenen Geistes behauptete, versuchen Philosophen, geistige Fähigkeiten und Phänomene näher zu bestimmen.

Das Bewusstsein und seine Subjektivität spielen dabei schon immer eine besondere Rolle. Aber Descartes’ Lehre von einer unabhängig existierenden Seelensubstanz hängen heute nur noch wenige an. Auch viele Philosophen vertrauen auf die Hirnforschung Fragen nach der Charakterisierung und Lokalisierung des Geistes zu beantworten. Aber was können Hirnforscher eigentlich hierzu beitragen und welche Rolle kommt dem Gehirn im Hinblick auf unseren Geist zu? Ist es der Sitz des Geistes? Ist es identisch mit dem Geist? Kommen auch andere Orte in Frage? Dieser Vortrag diskutiert einige prominente Antworten auf die oben gestellten Fragen und prüft kritisch die Ansprüche der Hirnforschung bei der Erklärung des Geistes.
Prof. Dr. Tobias Schlicht, Jg. 1973, studierte Philosophie, Germanistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität zu Köln und promovierte dort 2007 zum Dr. phil in Philosophie. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Seminar der Universität Tübingen und Leiter einer Nachwuchsforschergruppe für Neurophilosophie am dortigen Center for Integrative Neuroscience. 2010 wechselte er als Juniorprofessor an die Ruhr-Universität Bochum, wo er seit 2014 Lichtenberg-Professor für Philosophie des Bewusstseins und der Kognition ist.

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